Grundsteinlegung für das neue Dorfhaus der Gemeinde Weede


Die Grundsteinlegung für das neue Dorfhaus der Gemeinde Weede fand am 10.9.2020 „coronabedingt" im kleinen Kreis mit wenigen geladenen Gästen ohne Feier statt.

Die Anwesenden waren die Maurer der Fa. Andre Schröder aus Alveslohe mit ihrem Chef Herrn Schröder, Vertreter der Planungsbüros Gebr. Schmidt Architekten und Roggensack Ingenieure, die Vorsitzende des SV Weede Frau Renate Schönfeldt, Herr Ortswehrführer Bernhard Laas, Herr Andre Meyer vom Amt Trave- Land, die Ehrenbürgermeisterin Gretel Jürgens, Bürgermeister Bernd Sulimma, Mitglieder der Gemeindevertretung sowie Vertreter der örtlichen Presse.

Die Grundsteinlegung ist ein Meilenstein für die Gemeinde Weede, weil nun eine jahrelange Planung nach außen sichtbar wird. Erste Ansätze für eine Veränderung des JuS gab es schon zu Zeiten der Finanzkrise mit Förderungen nach den Konjunkturpaketen. Damals ging die Gemeinde wie so häufig leer aus und hatte auch nicht genügend Eigenmittel für eine umfassende Sanierung des JuS, die damals auch schon ca. 600.000 € kosten sollte. Die Feuerwehr Weede meldete ebenfalls rechtzeitig und gerechtfertigt Bedarfe an, nachdem die Unfallkasse Nachbesserungen forderte, die Zahl der Kameradinnen und Kameraden stieg und verstärkt Frauen in die Wehr eintraten. Das hatte zur Folge, dass Trennungen bei Umkleiden und sanitären Einrichtungen notwendig wurden.

Sowohl das JuS als auch das Feuerwehrgebäude sind in der Substanz äußerst marode, so dass dann der Gedanke aufkam, alle gemeindlichen Bereiche vom Sport über die gesellschaftlichen Veranstaltungen bis hin zur Feuerwehr unter einem Dach zu vereinen.

In der Architektenauswahl fiel die Entscheidung auf das Planungsbüro Gebr. Schmidt Architekten.

Nach Gesprächen mit der Feuerwehrunfallkasse wurde sehr schnell deutlich, dass das Gebäude nicht am Platz des jetzigen JuS errichtet werden könnte, da die Zufahrtsregelung wegen des angrenzenden Sportbetriebs sehr aufwändig gewesen wäre. Daher entschied sich die Gemeinde dazu, das obere Sportfeld aufzugeben, und auf einem Teil das neue Gebäude zu errichten.

Dann wurde intensiv gearbeitet und nach Lösungen gesucht, den Bau zu finanzieren. Es war eine Zeit großer Anstrengungen und Enttäuschungen. Dabei wurden mit großem Engagement immer wieder neue Förderkulissen erschlossen. Vieles davon konnte letztlich nicht realisiert werden, viele Absagen konnte die Gemeinde aber auch nicht nachvollziehen.

Neben den Fördermöglichkeiten mussten auch die bauleitplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Gemeinde hat den F-Plan der Gemeinde geändert und einen neuen B-Plan aufgestellt. Die F-Planänderung wurde buchstäblich am letzten Tag genehmigt, so dass der B-Plan erst relativ spät nach Beschluss in Kraft gesetzt werden konnte. Das hatte zur Folge, dass die Baugenehmigung wegen eines noch nicht in Kraft gesetzten B-Plans "am seidenen Faden" hing und zurückgestellt wurde.

In dieser Zeit stiegen die Kosten. Anfangs ging die Gemeinde von Gesamtkosten in Höhe von rund 1,5 Mio. € aus.

Die Gesamtkosten des Gebäudes werden nach dem jetzigen Stand ca. 2.209.000,- € betragen. Das sind 9.000,- € mehr als zuletzt vor Ausschreibung veranschlagt. Die Gemeinde ist sehr froh über diese nur marginale Abweichung und der Dank der Gemeinde richtet sich an die beiden Planungsbüros für die genaue und sorgfältige Planung 

Die Punktlandung zeigt aber auch, dass keine Luft für große Sprünge vorhanden ist, sondern dass weiter sehr diszipliniert an der Realisierung gearbeitet werden muss. Die Gemeindevertretung hat einen Arbeitskreis gebildet und beauftragt, die notwendigen Entscheidungen zu treffen oder für die Gemeindevertretung vorzubereiten und das Baugeschehen auf der Baustelle zu begleiten.

Die Gesamtkosten muss die Gemeinde nicht alleine stemmen, sondern es werden Zuschüsse vom Kreis Segeberg, vom Land Schleswig-Holstein und dem Kreissportverband in Höhe von insgesamt ca. 339.000,- € erwartet.

Die Kreditaufnahme ist gegenwärtig auf 750.000,- € veranschlagt.

Das Gebäude wird eine Grundfläche von 894 m² haben. Die Nutzfläche wird 792 m² betragen und der umbaute Raum soll 4.920 m³ betragen.

Die Gemeinde konnte aus finanziellen Gründen nicht großzügig planen, sondern man hat sich am Machbaren orientiert und "nach der Decke gestreckt". Es ist nach den Planungen genug Raum für die Feuerwehr vorhanden und es können auch in steter Absprache mit der FUK alle Anforderungen an eine gute und sichere Unterbringung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden erfüllt werden.

Der Sportverein wurde ebenfalls in die Planungen einbezogen. Die Gemeinde hofft, dass die zukünftigen neuen Räume dazu führen, dass Sportler sich angesprochen fühlen und ihre neue sportliche Heimat beim SV Weede finden werden.

Die Veranstaltungsräume sind teilbar und es soll zum Beispiel auch zukünftig nach Corona möglich sein, hoffentlich wieder Theaterabende im gewohnten Umfang zu veranstalten. Das Nutzungskonzept sieht vor, dass diese Räume auch von der Feuerwehr und dem SV genutzt werden können. Dadurch ist der Flächenbedarf nicht so hoch.

Nach den gegenwärtigen Planungen ist mit der Fertigstellung im 1. Quartal 2021 zu rechnen

gez. Bernd Sulimma, Bürgermeister